Nach Drohnenvorfall in Leipzig
EU-Staaten und NATO unterstützen deutsche Maßnahmen gegen Moskau
Nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne zwischen ukrainischen Frachtmaschinen am Flughafen Leipzig hat die Bundesregierung Russland verantwortlich gemacht – und stimmt nun das Vorgehen gegen Moskau eng mit EU und NATO ab. Der Kreml reagiert mit schweren Anschuldigungen.
Vertrag zum Ende des Jahres gekündigt: Das „Russische Haus“ in der Berliner Friedrichstraße Foto: Jörg Carstensen/dpa
Nach Verkündung der Strafmaßnahmen gegen Russland stimmt sich die Bundesregierung mit den Staaten der Europäischen Union und der NATO ab – und weist zugleich Vorwürfe aus Moskau scharf zurück. Außenminister Johann Wadephul konterte Anschuldigungen von Präsident Wladimir Putin, Deutschland habe wegen des Drohnenvorfalls in Leipzig aus wahltaktischen Gründen Beweise gefälscht: „Das Gegenteil ist richtig.“ Am Rande eines informellen Treffens der EU-Außenminister im irischen Wicklow in der Nähe von Dublin sagte der CDU-Politiker am Mittwoch: „Wenn man wahltaktisch gedacht hätte, hätte man das vielleicht vermieden, weil es natürlich gerade in den Wahlkämpfen in Ostdeutschland zu vielen Diskussionen führt.“