Sondergipfel
EU-Staaten beraten unter Eindruck von radikalem Wandel in den USA über Ukraine und europäische Verteidigung
In Brüssel findet an diesem Donnerstag ein weiterer Sondergipfel zur Ukraine und der europäischen Verteidigung statt, dieses Mal zwischen den 27 EU-Staats- und Regierungschefs. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Person am Gipfeltreffen teilnehmen.
In Brüssel wurde am Mittwoch im Vorfeld des EU-Sondergipfels für eine weitere Unterstützung der Ukraine durch die EU-Staaten demonstriert Foto: AFP/Nicolas Tucat
Vor nicht einmal fünf Wochen, am 3. Februar, hatten sich die 27 bereits einmal zu einem informellen Treffen versammelt, um ausführlich über die europäische Verteidigung zu sprechen. Das war, bevor Donald Trump die transatlantische Welt auf den Kopf gestellt hat, indem: die USA und Russland erstmals wieder auf Außenministerebene direkte Gespräche führten; die USA ohne Gegenforderung Moskaus weitreichende Zugeständnisse (kein NATO-Beitritt, Aufgabe ukrainischer Gebiete) bezüglich der Ukraine machten; Trump den ukrainischen Präsidenten einen „Diktator ohne Wahlen“ nannte; Trump und sein Vize JD Vance bei Selenskyjs Besuch im Weißen Haus diesen vor der Weltöffentlichkeit demütigten; Trump die militärische Hilfe für die Ukraine einstweilen stoppte, bis Selenskyj bereit sei, auf die sogenannten Friedensbemühungen des US-Präsidenten einzugehen.