Beitrittskandidat

EU-Langmut gegenüber Serbiens autoritärem Präsidenten Vucic ist erschöpft

Die Geduld Brüssels mit Serbien scheint angesichts der autoritären Tendenzen zunehmend erschöpft. Nicht nur der Serbien-Bericht des Europaparlaments nimmt kein diplomatisches Blatt mehr vor den Mund: Statt sich der EU anzunähern, droht sich der Beitrittskandidat immer weiter von ihr zu entfernen.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic (l.) zu Besuch beim chinesischen Präsidenten Xi Jinping im April 2019: Chinas Einfluss in Serbien nimmt stetig zu, bemerken die EU-Parlamentarier in einem Bericht über den Beitrittskandidaten vom Balkan

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic (l.) zu Besuch beim chinesischen Präsidenten Xi Jinping im April 2019: Chinas Einfluss in Serbien nimmt stetig zu, bemerken die EU-Parlamentarier in einem Bericht über den Beitrittskandidaten vom Balkan Foto: Kenzaburo Fukuhara/Pool/AP

Diplomatische Zurückhaltung gegenüber ihrem Gastland legten sich die in Serbien akkreditierten Diplomaten bei ihrer konzertierten Aktion keine mehr auf. Ungewohnt deutlich nahmen die Botschafter von sechs EU-Staaten sowie der USA und Großbritanniens vergangene Woche die von Regierungspolitikern und ihnen nahestehenden Boulevardblättern orchestrierte Hetzkampagne gegen das investigative Webportal Krik aufs Korn.

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