Budgetdisziplin

EU-Kommission legt Reformvorschlag für Stabilitätspakt vor

Die EU-Kommission schlägt eine Reform des Stabilitätspakts für den Euro vor. Krisen-Staaten sollen mehr Zeit für den Schuldenabbau bekommen, müssen aber früher mit Sanktionen rechnen. Der Vorschlag bleibt weit hinter den Erwartungen zurück.

Die beiden EU-Kommissare Valdis Dombrovskis (l.) und Paolo Gentiloni stellten den Reformvorschlag gestern in Brüssel vor

Die beiden EU-Kommissare Valdis Dombrovskis (l.) und Paolo Gentiloni stellten den Reformvorschlag gestern in Brüssel vor Foto: AFP/Valeria Mongelli

Vor dem Hintergrund wachsender Schulden, steigender Zinsen und einer drohenden Rezession setzt die EU-Kommission auf mehr Budgetdisziplin in der Eurozone. Dies geht aus einem Vorschlag zur Reform des Stabilitätspakts hervor, den die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit monatelanger Verzögerung vorgelegt hat. Ursprünglich sollte die Reform der umstrittenen europäischen Schuldenregeln, die seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 ausgesetzt sind, schon in diesem Frühjahr beginnen. Doch Deutschland stand auf der Bremse, da damals Frankreich den EU-Vorsitz hatte und die Regeln am liebsten ganz abschaffen wollte.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Großbritannien

Angespannte Lage: Zehntausende bei Demo von rechtsextremem Aktivisten in London