EU im Rückstand

EU-Chefverhandlerin Sandra Gallina: Zu geringe Produktion von Corona-Impfstoff sei das eigentliche Problem

Die EU-Kommission steht wegen ihrer Corona-Politik unter Druck. Vor allem nachdem der Impfstoffhersteller AstraZeneca angekündigt hat, weniger als die Hälfte des zugesagten Impfstoffs im ersten Quartal des Jahres liefern zu können. Im Budgetausschuss des Europäischen Parlaments (EP) erklärte gestern die EU-Chefverhandlerin bei der Beschaffung der Corona-Impfstoffe für die EU-Staaten, Sandra Gallina, warum mit mehr Geld nicht schneller Impfstoff herbeigeschafft werden könne.

Die Generaldirektorin für Gesundheit in der EU-Kommission, Sandra Gallina, während der Videokonferenz des Budgetausschusses im EU-Parlament

Die Generaldirektorin für Gesundheit in der EU-Kommission, Sandra Gallina, während der Videokonferenz des Budgetausschusses im EU-Parlament Foto: European Union 2021/EP/Eric Vidal

Während fast zwei Stunden versuchten die EP-Abgeordneten im Budgetausschuss sich am Montag einen Überblick über die Impfstoffbestellungen der EU zu verschaffen. Denn nicht nur der Mangel der begehrten Vakzine, sondern auch die Intransparenz bei der Beschaffung – vor allem was die Offenlegung der Verträge mit den einzelnen Pharmaunternehmen anbelangt – sorgen in der EU für Unmut. Zwar wurden mittlerweile zwei Verträge – erst jener mit CureVac, vergangene Woche jener mit AstraZeneca – offen gelegt. Allerdings wurden entscheidende Stellen darin geschwärzt, wie etwa Liefermengen und -termine, die in der gegenwärtigen Diskussion von Bedeutung sind.

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