Ukraine-Krieg

EU-Außenminister und EU-Parlament arbeiten den US-Friedensplan auf

Die EU-Außenminister und das Europäische Parlament beschäftigten sich am Mittwoch weiterhin mit der Aufarbeitung des sogenannten US-Friedensplanes für die Ukraine, der vor einer Woche bekannt wurde und der am Wochenende in Genf von Vertretern aus den USA, der Ukraine, der EU und einigen europäischen Staaten wesentlich verändert wurde.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte für Mittwoch zu einem informellen Treffen der EU-Außenminister eingeladen

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte für Mittwoch zu einem informellen Treffen der EU-Außenminister eingeladen Foto: Nicolas Tucat/AFP

Bereits am Montag hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs in einer informellen Tagung mit den jüngsten Entwicklungen um die Beilegung des russischen Krieges in der Ukraine befasst. Am Mittwoch nun zogen die EU-Außenminister mit einer ebenfalls informellen Tagung nach. Den 27 ging es dabei offensichtlich vor allem darum, den allgemeinen Kontext und die Interpretation des Geschehens wieder der Realität anzupassen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wiederholte nach der Ratstagung in einer Pressekonferenz denn auch mehrmals, dass Russland der Aggressor und die Ukraine das Opfer in diesem Krieg sei. „In keinem Konflikt auf der Welt ist es so klar, wer der Aggressor und wer das Opfer ist“, sagte die Estin. „Im Mittelpunkt sollte daher stehen, was der Aggressor, Russland, tun muss und nicht, was die Ukraine, das Opfer, aufgeben muss“, betonte Kaja Kallas und nahm damit Bezug auf die erste Fassung des US-Planes, der der Ukraine vieles abverlangte und kaum Forderungen an Russland stellte.

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