Weißrussland
Dutzende von Firmen streiken gegen Lukaschenko und die Polizeigewalt
Die weißrussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja ist in der Nacht zum Dienstag nach Litauen ausgereist. Laut ihrem Wahlstab wurde sie dazu vom Geheimdienst KGB gezwungen. Im Tausch habe sie die Freilassung ihrer Wahlstabschefin Maria Moroz und auch deren Ausreisemöglichkeit erreicht.
Freunde und Verwandte von Demonstranten, die bei den Protesten nach den Präsidentschaftswahlen in Belarus festgenommen worden sind, stehen vor einem Gefängnis in Minsk Foto: Sergei Grits/AP/dpa
Tichanowskaja selbst meldete sich mit einer Videobotschaft, in der sie mit niedergeschlagener und beängstigter Miene von einer souveränen Entscheidung sprach. „Ich dachte, die Wahlkampagne hätte mich abgehärtet und stark gemacht, aber wahrscheinlich bin ich immer noch einfach eine schwache Frau“, sagte sie, und fordert ihre Anhänger auf, sich an die Gesetze zu halten und sich der Polizei nicht mehr zu widersetzen.