Syrien

Dutzende Tote bei Kämpfen in Idlib – Waffenruhe hält nicht einmal eine Woche

Eine von Russland verkündete Waffenruhe für die syrische Provinz Idlib hat keine Woche gehalten: Bei heftigen Gefechten wurden innerhalb von 24 Stunden dutzende Kämpfer und Zivilisten getötet, Helfer warnten am Donnerstag vor einer neuen Massenflucht. „Noch einmal 650.000 Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, könnten angesichts der Kämpfe gezwungen sein, ihre Häuser zu verlassen“, erklärte die Nichtregierungsorganisationen International Rescue Committee (IRC).

Ein Junge sitzt nach den Angriffen durch die Regierung weinend in einem Auto. Mindestens neun Zivilisten wurden am Mittwoch bei Luftangriffen von Regierungsjets in der Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten Syriens getötet. 

Ein Junge sitzt nach den Angriffen durch die Regierung weinend in einem Auto. Mindestens neun Zivilisten wurden am Mittwoch bei Luftangriffen von Regierungsjets in der Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten Syriens getötet.  Foto: Ghaith Alsayed/AP/dpa

Die neuen Kämpfe hätten in der Nacht zum Donnerstag südlich der Stadt Maaret al-Numan eingesetzt, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die sich auf ein Netz von Informanten in dem Bürgerkriegsland stützt. Die Eroberung von Maaret al-Numan sei derzeit das wichtigste Ziel der Regierungstruppen in Idlib. Die Provinz ist die letzte Rebellen-Hochburg in Syrien, die Führung in Damaskus will sie mit aller Macht zurückerobern.

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