Spanien

Dörfer auf dem Trockenen: Wenn die Trinkwasserversorgung nicht mehr gewährleistet ist

Montag ist Wassertag in Lastras de Cuéllar. Dann werden auf dem Dorfplatz der zentralspanischen Gemeinde Eineinhalb-Liter-Flaschen Trinkwasser zum vergünstigten Preis verkauft. Manche Bewohner schieben Schubkarren voll damit nach Hause, denn das, was in Lastras aus der Leitung kommt, ist ungenießbar – verseucht durch die Landwirtschaft.

Wasserholen mit dem Schubkarren: In Lastras de Cuéllar wie in vielen anderen Ortschaften in Spanien ist das Leitungswasser ungenießbar

Wasserholen mit dem Schubkarren: In Lastras de Cuéllar wie in vielen anderen Ortschaften in Spanien ist das Leitungswasser ungenießbar Foto: AFP/Pierre-Philippe Marcou

„Das ist doch nicht normal im 21. Jahrhundert!“, empört sich Mercedes Rodríguez, die sich in einer Bürgerinitiative engagiert. Es fehle an öffentlichen Geldern, um wie geplant bis Ende des Jahres die Trinkwasserversorgung wieder zu gewährleisten, sagt Bürgermeister Andrés García. 350 Menschen wohnen im Winter in Lastras, im Sommer sind es fast 1.000. Einige von ihnen haben leere Wasserflaschen an den Balkonen aufgehängt, auf Transparenten fordern sie sauberes Leitungswasser.

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