Studie
Diktatur statt Demokratie? Deutschlands Osten und die Sehnsucht nach Autoritärem
Eine Studie zur rechtsextremen Gesinnung in Ostdeutschland liefert teilweise erschreckende Erkenntnisse.
Mut zu „Deutschland“. Eine Fahne mit dem Parteilogo der AfD weht während einer Kundgebung der AfD Sachsen-Anhalt auf dem Marktplatz von Dessau. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archiv
Was ist geblieben von der ehemaligen DDR? Elmar Brähler, emeritierter Professor für medizinische Psychologie und Soziologie an der Uni Leipzig, fasst es knapp so zusammen: Abbiegepfeil, runde Tische und Polikliniken. Geblieben sei bei vielen Menschen im deutschen Osten auch das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, „entwertet“ worden zu sein, so Brähler. Es sei die Geschichte einer „enttäuschten Hoffnung“, belastet durch das „Trauma der Treuhand“, weil beinahe der gesamte Grund und Boden im Osten an den Westen verkauft worden sei.