Vereinigtes Königreich

Die vorsichtige Modernisierung einer alten Institution

Was der am längsten amtierende Thronfolger der britischen Monarchie wohl für einen König abgeben würde, diese Frage hat die „royal watchers“ lange Jahre beschäftigt. An diesem Samstag absolviert Charles III. den 100. Tag seiner Regentschaft, da lässt sich vielleicht der eine oder andere Schluss schon ziehen.

Charles III. wird an diesem Samstag den 100. Tag seiner Regentschaft absolvieren

Charles III. wird an diesem Samstag den 100. Tag seiner Regentschaft absolvieren Foto: Ian Vogler/Pool/AFP

Nicht, dass die Briten dem Tag besondere Bedeutung beimessen. Zu beschäftigt sind sie mit der seit vielen Jahrzehnten beispiellosen Streikwelle, die immer wieder Post und Eisenbahn lahmlegt, diese Woche sogar die Gesundheitsversorgung gefährdete. Da bleibt wenig Zeit für Reflexionen über das 74-jährige Staatsoberhaupt, dessen wichtigste Funktion, dem Beispiel der im September verstorbenen Elizabeth II. folgend, ohnehin das freundliche, gelegentlich auch prunkvolle Repräsentieren sein sollte. Wenn er nicht, auch darin der Mutter ähnlich, weitgehend geräuschlos Weichen für die Zukunft stellt, um der Monarchie das langfristige Überleben zu sichern.

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