Kommentar
Die kooperationsunwilligen EU-Anwärter Serbien und Kosovo verbauen sich selbst ihre Zukunft
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat mit der Entsendung der Armee an die Grenze zu Kosovo den Konflikt eskaliert Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa
Truppenmobilisierungen und Propaganda-Botschaften, die verschreckte Zeitzeugen an die Kosovo-Rhetorik von Serbiens einstigem Ex-Autokraten Slobodan Milosevic erinnern: Die beunruhigenden Nachrichten aus Europas vergessenem Hinterhof mehren sich. Doch trotz verschärften Waffengerassels und den ersten in Stellung gebrachten Haubitzen an der Grenze zwischen Serbien und Kosovo: Mit einer Neuauflage des Kosovo-Kriegs von 1999 ist kaum zu rechnen.