Europawahlen
Die kleinen Parteien beim großen Urnengang
CSV, DP, LSAP, „déi gréng“ und ADR werden sich die sechs Abgeordnetenplätze für Luxemburg im Europaparlament streitig machen. Realistische Chancen werden den anderen acht Parteien kaum zugerechnet. Doch wie haben diese den Wahlkampf bestritten – und wird die eine oder andere Partei Luxemburgs Parteienlandschaft nachhaltig bereichern?
Symbolbild: AFP
„Déi Lénk“ gehört eigentlich zum Stamminventar der Luxemburger Parteien, ist seit 2009 ununterbrochen in der Chamber vertreten. Chancen auf einen Abgeordnetenplatz im EU-Parlament sehen aber selbst die Kandidaten nicht. Und so ergab sich das Paradoxon, dass die Idealisten vom linken Rand diesen Wahlkampf äußerst nüchtern angingen. Die Kandidaten gaben selbst öffentlich zu, dass es in diesem Wahlkampf weniger um einen Sitz, sondern vielmehr um die Sache an sich gehe. Man wolle eine Message nach Brüssel schicken, so der etwas heiser anmutende Kampfschrei aus der Linken-Parteizentrale.