Ukraine-Krieg

Die deutsche Regierung zögert mit Militärhilfe für Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfängt im kriegsgebeutelten Kiew immer häufiger westliche Politiker. Sie haben Zusagen für Waffenlieferungen oder Pläne für einen EU-Beitritt des Landes im Gepäck. Der deutsche Kanzler Olaf Scholz gerät angesichts dessen unter Druck, auch Farbe zu bekennen. Doch er und seine Regierungsmitglieder zögern.

Die deutsche Bundeswehr will ihre Marder-Schützenpanzer nicht für die Ukrainer herausrücken

Die deutsche Bundeswehr will ihre Marder-Schützenpanzer nicht für die Ukrainer herausrücken Foto: Archivbild/picture alliance/dpa

Die Vorhut machten Mitte März die Regierungschefs von Polen, Tschechien und Slowenien. Dann kam eine Weile niemand nach Kiew. Doch jetzt geht es schon fast zu wie im Taubenschlag im Amtssitz des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Am Freitag kam EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zusammen mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell in die ukrainische Hauptstadt, die jüngst noch unter russischer Belagerung gestanden hatte. Nur einen Tag später besuchte der österreichische Kanzler Karl Nehammer und dann auch noch Großbritanniens Premierminister Boris Johnson Kiew. Der wagte sich sogar mit Selenskyj in Begleitung schwer bewaffneter Personenschützer auf die Straßen der vom Krieg gezeichneten Stadt – in Anzug und Krawatte, ohne Helm und Splitterschutzweste. Alle Besucher hatten Pläne für einen schnelleren EU-Beitritt der Ukraine oder neue Ankündigungen von Waffenlieferungen im Gepäck.

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