Landtagswahl in Brandenburg
Die Woidke-SPD verteidigt Platz eins vor der AfD
Mit Brandenburg hat am Sonntag das letzte von drei ostdeutschen Bundesländern in diesem Jahr gewählt. Der Wahlkampf spitzte sich zwischen SPD und AfD zu – am Ende liegen die Sozialdemokraten knapp vorn.
Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (M.) dürfte im Amt bleiben, nachdem er in einer Aufholjagd mit seiner SPD wieder stärkste Kraft in Brandenburg wurde Foto: AFP/Tobias Schwarz
Noch am Tag vor der Landtagswahl in Brandenburg hatte sich Dietmar Woidke auf eine ernste Lage eingestellt. Der brandenburgische Ministerpräsident besuchte Frankfurt (Oder), wo ein schweres Hochwasser droht. Es liege „eine Spannung in der Luft“, sagte der SPD-Politiker, der sich bis zum Wahltag als verantwortungsvoller Kümmerer präsentieren wollte. Die bange Erwartung, die aus Woidke sprach, ließ sich auch auf den Wahlausgang beziehen: Bis Sonntagabend war völlig offen, ob die Sozialdemokraten ihren Platz als stärkste Kraft vor der AfD verteidigen können. In den letzten Umfragen vor der Wahl hatte die AfD, die vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird, knapp vor der SPD gelegen.