Friedenslösung

Die Ukraine und die Europäer bringen sich wieder ins Spiel

Seit Mitte vergangener Woche ist wieder mächtig Bewegung in die Bemühungen um eine Friedenslösung für den russischen Krieg in der Ukraine gekommen, als die Details eines neuen „Friedensplanes“ bekannt wurden. Das Papier, dessen Autorenschaft den USA zugeschrieben wurde, löste in der Ukraine und im restlichen Europa helle Aufregung aus. Doch übers Wochenende hat sich manches geändert. Versuch einer Einordnung. 

Eine Wand in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erinnert an die im Krieg gefallenen Soldaten

Eine Wand in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erinnert an die im Krieg gefallenen Soldaten Foto: AFP/Roman Pilipey

Ist es Unfähigkeit der US-Administration oder haben die Russen die Regierung in Washington düpiert? So genau weiß man es auch Tage nach dem Bekanntwerden des 28 Punkte umfassenden Friedensplanes für die Ukraine noch nicht. Doch der Eindruck hat sich erhärtet, dass es eine Mischung aus beidem ist. Das zuerst am vergangenen Mittwoch vom US-Nachrichtenportal Axios veröffentlichte Dokument war dem ukrainischen Präsidenten bereits zwei Tage zuvor vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in einem Telefonat Punkt für Punkt vorgestellt worden, wie Axios am Montag berichtete. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge entstand der Plan während Treffen zwischen Witkoff und dem Sondergesandten des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, in der letzten Oktoberwoche in Miami. Allerdings seien dabei weder das Weiße Haus noch die ukrainische Regierung eingebunden gewesen.

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