Libanon

Die Spuren der Hafen-Explosion in Beirut sind noch immer tief

Vor einem Jahr zerstörte eine gewaltige Explosion Beiruts Hafen und umliegende Wohngebiete. Das Land rutscht immer tiefer in die Krise. Und die politische Elite? Versinkt in einem erbitterten Machtkampf.

Das zerstörte Silo im Beiruter Hafen steht als Sinnbild für einen unfähigen Staat

Das zerstörte Silo im Beiruter Hafen steht als Sinnbild für einen unfähigen Staat Foto: AFP/Patrick Baz

Jetzt steht Marie-Rose Tobagi wieder genau dort, wo sie vor fast einem Jahr nur knapp dem Tod entronnen ist. Am späten Nachmittag des 4. August 2020 sieht auch sie vom Balkon im dritten Stock ihrer Villa den Rauch, der über dem nahe gelegenen Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut aufsteigt. Als dann Minuten später eine verheerende Explosion ihre Wucht entfaltet, reißt die gewaltige Druckwelle Marie-Rose zu Boden. Bewusstlos bleibt sie liegen. Als sie wieder aufwacht und durch ein Loch im Dach den Himmel über sich wahrnimmt, weiß sie gleich: Es ist nichts mehr, wie es einmal war.

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