Iranisches Atomprogramm

„Die Gefahr ist nicht gebannt“, sagt der luxemburgische Kernphysiker Max Schalz

Inwieweit wurden die Fähigkeiten des Iran beeinträchtigt, eine Atombombe zu bauen, was ist mit dem angereicherten Uran passiert und wird das Regime in Teheran nun davon absehen, eine Atombombe zu bauen? Über diese Fragen sprach das Tageblatt mit dem Luxemburger Max Schalz, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe zu nuklearer Verifikation und Abrüstung der RWTH Aachen.

Der Oberkommandierende der iranischen Streitkräfte, Amir Hatami (M.) macht sich im Kommandoraum der iranischen Armee ein Bild der Lage 

Der Oberkommandierende der iranischen Streitkräfte, Amir Hatami (M.) macht sich im Kommandoraum der iranischen Armee ein Bild der Lage  Foto: AFP/Iranian Army Media Office

Einstweilen schweigen die Waffen zwischen Israel und dem Iran und offensichtlich sehen auch die USA derzeit keinen Grund mehr, den Iran weiter anzugreifen. Doch nach den massiven Angriffen auf die Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bleibt vieles ungeklärt. „Man weiß vieles nicht, das ist sicher“, hält Max Schalz fest und meint, man könne davon ausgehen, dass bei den großen Anreicherungsanlagen vieles zerstört wurde. Allerdings ließe sich nicht einschätzen, inwieweit. „Das wissen nur extrem wenige Personen.“ Die große Frage sei vielmehr, was alles nicht zerstört wurde.

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