Preisexplosion
Die EU hat die Inflation zu lange schleifen lassen, vor allem bei den Energiepreisen
Nicht zwei, nicht drei, sondern 6,1 Prozent – so hoch lag die Inflationsrate in der EU im ersten Quartal 2022. In einigen Ländern wie Estland ist sie sogar auf fast 20 Prozent hochgeschnellt – weit entfernt vom Zwei-Prozent-Ziel, das sich die Europäische Zentralbank gesetzt hat.
Steigende Energiepreise treiben die Inflation Foto: Fred Tanneau/AFP
Schnelle Besserung ist nicht in Sicht, trotz der nun angekündigten Zinswende. Denn die Inflation wird vor allem von den Energiepreisen angetrieben. Und die EU tut sich schwer, etwas gegen die Preisexplosion bei Gas, Öl und Strom zu tun. Sie heizt sie sogar selbst an.