Nach Ceuta
Die EU-Kommission kündigt neue Maßnahmen zum EU-Grenzschutz an
Als Reaktion auf die massive irreguläre Ankunft von Menschen aus Marokko in der spanischen Exklave Ceuta hat die EU-Kommission am Dienstag neue Maßnahmen angekündigt.
Noch immer halten sich viele irreguläre Migranten aus Marokko in Ceuta auf Foto: Marcos Moreno/EUROPA PRESS/dpa
An den beiden letzten Julitagen schafften zwischen 70.000 und 80.000, in ihrer Mehrzahl junge Menschen aus Marokko kommend, schwimmend die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta zu überwinden. Die örtlichen Behörden waren vollkommen überfordert und die Aufregung auf dem europäischen Kontinent groß. Dabei waren die Leute aus Marokko nicht weiter gekommen als bis zum nördlichsten Zipfel Afrikas. Und wie sich ziemlich schnell herausstellte, sollte keiner von den Zehntausenden es schaffen, ans europäische Festland zu gelangen. Was jedoch ihr erklärtes Ziel war.
Die spanische Regierung in Madrid reagierte schnell, entsandte Sicherheits- und anderes Personal, um der momentanen Krise Herr zu werden. Binnen weniger Tage hielten sich nur noch einige tausend irreguläre Migranten in Ceuta auf, viele davon Minderjährige, die nicht abgeschoben werden dürfen. Die Aufregung in der EU jedoch hielt vor allem bei jenen an, denen die EU-Außengrenzen nie sicher genug sind.