Deutschland
Die Baustellen der Ampel-Regierung
In der Koalition läuft es nicht rund. SPD, Grüne und FDP beäugen sich misstrauisch. Und es gibt – neben dem Ukraine-Krieg – große Baustellen: Atomfrage, Streit um Corona, Bürgergeld, Schuldenbremse, Steuern und schließlich (schon wieder) das Tempolimit.
Schafe grasen auf einer Wiese an der Weser vor dem stillgelegten Atomkraftwerk Grohnde. Der Tüv-Verband hält eine rasche Wiederinbetriebnahme der drei Atomkraftwerke, die Ende vergangenen Jahres stillgelegt wurden, für möglich. Die Ampelregierung muss entscheiden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Stress. Eine Koalition hat Stress. Sie ist im Stress. Und nun auch noch ein Stresstest: Deutschland, wie hältst Du es mit den Atomlaufzeiten? Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich an diesem Mittwoch aufgemacht – von Berlin ins Ruhrgebiet. Bei Siemens Energy geht es um eine fertig gewartete Gasturbine für die Ostseepipeline Nord Stream 1, aber dann kommt doch die Atomfrage. Wird Deutschland seine letzten drei Atommeiler, die turnusgemäß Ende dieses Jahres vom Netz gehen, wegen möglicher Energieknappheit durch den Russland-Krieg doch länger als geplant laufen lassen? Scholz verweist auf mehrere Stresstests. Einer sei schon durchgeführt, ein weiterer „sehr, sehr strenger Stresstest“ sei in Auftrag. Der Kanzler beruhigt. „Wir werden für ganz Deutschland handeln.“ Alle Regionen in Deutschland würden bestmöglich unterstützt, damit die Energieversorgung gesichert sei.