Frontalkurs gegen das Establishment
Die AfD steht in Sachsen-Anhalt vor dem Sieg – mit einem rückwärtsgewandten Programm
Die als „gesichert rechtsextrem“ eingestufte AfD könnte bei der Landtagswahl im Osten erstmals den Ministerpräsidenten stellen. Eine Allparteien-Koalition wäre ebenfalls denkbar, aber instabil.
Die AfD rückt in die Mitte: Auf einem Glücksrad im sachsen-anhaltinischen Landtag ist die rechtsextreme Partei dort schon angekommen Foto: Jan Woitas/dpa
Die ganze Welt schaut an diesem Sonntag auf das kleine ostdeutsche Bundesland Sachsen-Anhalt. Wird die Alternative für Deutschland (AfD) dort bald den Ministerpräsidenten stellen? Die Partei, deren ehemaliger Bundesvorsitzender Alexander Gauland einst die Nazi-Herrschaft als „Vogelschiss in der über 1.000-jährigen erfolgreichen deutschen Geschichte“ bezeichnet hatte? Ausgeschlossen ist eine AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt nicht. Nach den letzten Umfragen bewegt sich die Partei, die vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wird, zwischen 40 und 42 Prozent. Eine absolute Mehrheit an Mandaten wäre dann erreichbar, wenn möglichst wenige der kleinen Gruppierungen in den Landtag kommen.