Gespräch mit Oleksandr Dmitriew
Die 6.000 Augen der ukrainischen Armee
Die anfangs chaotische Verteidigung Kiews hat den zivilen Armee-Helfer Oleksandr Dmitriew in eine Schlüsselposition der Armee katapultiert. Der Computerspezialist entwickelte ein Luftüberwachungssystem, das schneller ist als der NATO-Standard.
Oleksandr Dimitriew, Gründer des Drohnen-Programms „Otschi“ Foto: Paul Flückiger
Drohnen spielen im Ukraine-Krieg eine Rolle wie in keinem Konflikt zuvor. Sowohl die russischen Invasionstruppen wie die ukrainischen Verteidiger setzen täglich Tausende davon ein. Ihre Aufgaben reichen von der Überwachung und Zielmarkierung bis zu regelrechten Kampfeinsätzen. In den vergangenen Wochen hat die Ukraine Ziele in gleich mehreren russischen Städten angegriffen, die bis zu 800 Kilometer entfernt von der Front lagen. Dies soll nicht zuletzt die Moral der Russen brechen und das gemeine Volk gegen Putin aufwiegeln. Vor allem entlang der rund 1.000 Kilometer langen Frontlinie im Süden und Osten der Ukraine werden auf beiden Seiten tausende Aufklärungsdrohnen eingesetzt. Die Mehrheit von ihnen werden heute durch das ukrainische Drohnen-Programm „Otschi“ gesteuert und ausgewertet.