EU-Sanktionen gegen Russland

Deutschland, Italien und Ungarn verhindern eine Blockade beim Finanzdienstleister SWIFT

Überschattet von einem Streit über das internationale Bankzahlungssystem SWIFT hat die EU am Donnerstag die bisher massivsten Sanktionen gegen Russland auf den Weg gebracht.

Xavier Bettel spricht zur Presse vor dem Gipfel am Donnerstagabend

Xavier Bettel spricht zur Presse vor dem Gipfel am Donnerstagabend Foto: AFP/Jan Thys

Die 27 Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen am Donnerstagabend in Brüssel bei ihrem Krisengipfel harte und umfassende Strafmaßnahmen gegen russische Banken sowie Einschränkungen in den Bereichen Energie und Transport. Sie sollen bereits am Freitag in Kraft treten. Vor einem Ausschluss Russlands aus SWIFT und einer persönlichen Bestrafung von Kremlchef Wladimir Putin schreckten die EU-Chefs aber zurück. Vor allem der deutsche Kanzler Olaf Scholz, aber auch die Regierungschefs aus Österreich, Italien und Ungarn standen auf der Bremse. Dahinter steht die Sorge, dass ein Bruch bei SWIFT auch zu einer Unterbrechung der Gasversorgung führen könnte.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Ebola

Warum der neue Ausbruch der WHO Sorgen bereitet

Kraft Sibiriens 2

Gigantische Pipeline soll russisches Gas nach China liefern