Meinung
Deutschland: Hans-Georg Maaßen, die Union und die Abgrenzung
Geschichte wiederholt sich irgendwie. Vor allem bei der CDU. Der Fall Maaßen, die Hilflosigkeit der Parteiführung in Berlin, der politische Starrsinn der Christdemokraten im Osten, so ähnlich ist das schon mal dagewesen.
Die Kandidatur für den Bundestag von Hans-Georg Maaßen bei der CDU sorgt innerhalb der Partei für Diskussionen Foto: Jens Schlueter/AFP
Armin Laschets Vorgängerin Annegret Kramp-Karrenbauer stolperte letztes Jahr, als sie die Kooperation der CDU in Thüringen mit der AfD im Landtag unterbinden und für Neuwahlen sorgen wollte. AKK zeigten sie in Erfurt die eiskalte Schulter. Die Dimension war sicherlich größer, zumal es nicht um eine Personalie, sondern um einen ganzen Landesverband ging, der Parteitagsbeschlüsse einfach ignorierte. Doch nun hat auch Laschet das Problem einer fehlenden Abgrenzung, weil die lieben Freunde in Suhl den Rechtsausleger und Ex-Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen zu ihrem Bundestagskandidaten gewählt haben. Gegen den Willen der Bundespartei. Das ist ein ungutes Signal.