Analyse
Deutsche Ampelkoalition am Ende: Es reißt auseinander, was auseinander gehört
Christian Lindner, Robert Habeck und Olaf Scholz im vergangenen Juni im Bundestag Foto: dpa/Kay Nietfeld
„Es wächst zusammen, was zusammengehört.“ Diesen Satz soll der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt am Tag nach dem Mauerfall vom 9. November 1989 gesagt haben. Nun zerfällt, was gar nicht zusammengehörte, könnte man das Ende der Berliner Dreierkoalition aus SPD, Grünen und FDP bezeichnen. Mit dem Rauswurf seines Finanzministers Christian Lindner (FDP) musste Kanzler Olaf Scholz (SPD) wohl oder übel die Reißleine ziehen. Nun ist ein aus pragmatischen Gründen unter dem Eindruck des Endes der Angela-Merkel-Ära, in der die CDU in der Krise steckte, und der Covid-Pandemie geschmiedetes Regierungsbündnis Geschichte.