EU-Parlament
Der digitale Euro könnte 2029 eingeführt werden
Das Europäische Parlament (EP) hat am Donnerstag den Weg für Verhandlungen mit dem EU-Rat der Mitgliedstaaten über die Einführung des digitalen Euro frei gemacht. Je nachdem wie schnell die beiden mit ihren Gesprächen vorankommen, könnte die neue Zahlungsmöglichkeit im Jahr 2029 zur Verfügung stehen.
Das Bargeld wird nicht abgeschafft, parallel aber wird der digitale Euro eingeführt, der ebenfalls bei täglichen Einkäufen gebraucht werden kann Foto: Jan Woitas/dpa
Der Euro soll künftig nicht mehr nur als bare Münze, sondern ebenfalls in digitaler Form als Zahlungsmittel verfügbar sein. Seit November 2023 ist die Europäische Zentralbank (EZB) dabei, an den technischen Voraussetzungen für die neue Zahlungsmöglichkeit im Euroraum zu arbeiten.
Der digitale Euro wird die bestehenden Euro-Münzen und Euro-Scheine nicht ersetzen, sondern wäre lediglich eine weitere Zahlungsmöglichkeit. „Der digitale Euro wird das Bargeld ergänzen, aber niemals ersetzen. Niemand sollte gezwungen werden, auf Bargeld zu verzichten, und niemand sollte ohne eine sichere, widerstandsfähige und wahrhaft europäische digitale Zahlungsoption dastehen“, wird der Berichterstatter im EP, Fernando Navarrete Rojas, in einer Mitteilung des EP zitiert. Trotz des digitalen Euro müssen die Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass genügend Bargeld zur Verfügung steht.