China

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz und sein Antrittsbesuch in Peking

Soll er nach Peking fliegen, oder soll er nicht? Diese Frage wurde im Vorfeld des Antrittsbesuchs des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz lange diskutiert. Es zeigte sich: Die China-Reise war in weiten Teilen außergewöhnlich und abenteuerlich. Am Ende standen aber bemerkenswerte Äußerungen beider Regierungen, die Strahlkraft haben.

Der chinesische Präsident Xi Jinping empfängt seinen Gast aus Deutschland, Bundeskanzler Olaf Scholz, in der Osthalle der Großen Halle des Volkes

Der chinesische Präsident Xi Jinping empfängt seinen Gast aus Deutschland, Bundeskanzler Olaf Scholz, in der Osthalle der Großen Halle des Volkes Foto: Kay Nietfeld/dpa Pool/dpa

Als die Sonne sich über den Horizont schiebt und es langsam hell wird, überquert die Kanzlermaschine gerade ein scheinbar kaum besiedeltes Gebiet aus Sand und Steinen irgendwo in Westchina. Aus der Vogelperspektive lassen sich die gigantischen Dimensionen des Reichs der Mitte erahnen, das sich derzeit politisch tiefgreifend wandelt. Und das die Bundesregierung – allen voran Bundeskanzler Olaf Scholz – vor gewaltige Herausforderungen stellt. Kann er bei seinem Antrittsbesuch als Bundeskanzler der deutschen Mittelmacht Einfluss ausüben auf die Supermacht China, sodass diese nicht länger stillschweigend dem kriegführenden Russland den Rücken stärkt? Wird Scholz Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping von mehr Gleichbehandlung bei Wirtschaftsdeals überzeugen können? Oder ist das bereits zu hoch gegriffen für einen deutschen Regierungschef, dessen Land in fast allen wichtigen Wirtschaftszweigen abhängig ist von China?

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