„Soziale Tragödie“

Der Rauswurf einer 87‑Jährigen aus ihrer Wohnung bringt Spanien auf die Straße

Eine 87-jährige Rentnerin wird aus einer Mietwohnung geworfen. Daraufhin entbrannt ein Protest in ganz Spanien.

Der Name Maricarmen ist mittlerweile mahr als nur der Name einer 87-jährigen Rentnerin

Der Name Maricarmen ist mittlerweile mahr als nur der Name einer 87-jährigen Rentnerin Foto: AFP

Maricarmen ist überall. Ihr Name steht auf Transparenten in Madrid, Bilbao, Saragossa und auf den Kanarischen Inseln. „Für alle Maricarmens“, heißt es auf den Plakaten. Seit die 87-jährige Maricarmen Abascal aus ihrer Madrider Mietwohnung geworfen wurde, rollt eine Protestwelle durch Spaniens Städte. Allein in der spanischen Hauptstadt Madrid gingen in den letzten Tagen Zehntausende auf die Straße.

Das Drama der Seniorin wird zum Symbol einer Krise in Spanien, die für Millionen Menschen zur Existenzfrage geworden ist. Junge Menschen finden kaum noch bezahlbare Wohnungen. Familien müssen immer größere Teile ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Rentner fürchten, aus ihren Vierteln verdrängt zu werden. In Touristenstädten wird immer mehr Wohnraum in Ferienappartements umgewandelt.

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