Deutschland
Der Kümmerer kann auf weitere Amtszeit hoffen: CDU von Kretschmer führt in Sachsen
Im Wahlkampf klapperte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unermüdlich Feste und Betriebe ab – und stellte sich Diskussionen mit den Bürgern. Er bekomme oft zu hören, er habe „allen Sachsen schon einmal die Hand geschüttelt“, meinte der CDU-Spitzenkandidat dazu süffisant. Am Ende aber scheint sich die Strategie ausgezahlt zu haben: Hochrechnungen zufolge gewann die CDU die sächsische Landtagswahl am Sonntag – wenn auch knapp vor der vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften AfD.
Michael Kretschmer (CDU), amtierender Ministerpräsident von Sachsen und Spitzenkandidat Foto: Robert Michael/dpa
Als Kretschmer nach dem CDU-Wahlsieg 2019 im Amt bestätigt wurde, gab er das Ziel eines Sachsens als „fröhlicher, freundlicher Freistaat“ aus. Eine Pandemie und viele Proteste gegen Corona-Maßnahmen später sowie angesichts von Krisen und Kriegen ist die Gesellschaft inzwischen aber auch in Sachsen eher gespalten als entspannt. Kretschmer wurde von Corona-Leugnern sogar an seinem eigenen Haus heimgesucht.