Russland
Der Kremlherrscher warnt USA mit Marine-Doktrin
Am Rande einer Parade mit Kriegsschiffen hat Kremlchef Putin Russland eine neue Marine-Doktrin verpasst, die es in sich hat. Der Staatsakt passte auch als indirekte Reaktion auf einen angeblichen Anschlag auf die Schwarzmeer-Flotte auf der Halbinsel Krim.
Wladimir Putin, der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu (l.) und der Oberbefehlshaber der Marine, Admiral Nikolai Yevmenow, während der gestrigen Parade Foto: AFP/Olga Maltseva
Inmitten beispielloser Spannungen zwischen Russland und dem Westen hat Kremlchef Wladimir Putin eine neue Militärdoktrin für die Kriegsmarine des Landes in Kraft gesetzt. Dort seien auch Russlands Seegrenzen, darunter in der Arktis und im Schwarzen Meer, festgelegt worden. „Den Schutz werden wir hart und mit allen Mitteln gewährleisten“, betonte der Kremlchef bei einer Parade mit Kriegsschiffen am Sonntag zum Tag der Marine in seiner Heimatstadt St. Petersburg. Vor allem die USA und die NATO werden als Gefahren für Russlands Sicherheit genannt. Die erstmals seit 2015 erneuerte Marine-Doktrin ist auch eine Kampfansage an den Westen.