Brasilien

Der Amazonas schwindet weiter: Im April wurden mehr als 1.000 Quadratkilometer abgeholzt

Brasilien hat im April die Marke von 1.000 Quadratkilometern abgeholzten Regenwalds im Amazonas-Gebiet überschritten. 1.012,5 Quadratkilometer sind der höchste Wert für den Monat April und das erste Mal seit dem Jahr 2015, dass der Wert im April 1.000 Quadratkilometer überschreitet, wie aus vorläufigen Daten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) am Freitag (Ortszeit) hervorging. Das Inpe wertet Satellitenbilder aus.

Brasilien, Novo Progresso: Rauch steigt während eines Brandes im Amazonas-Gebiet auf 

Brasilien, Novo Progresso: Rauch steigt während eines Brandes im Amazonas-Gebiet auf  Foto: Andre Penner/AP/dpa

Mit einer schnellen Erhebung untersucht es die Veränderungen des Waldes in Echtzeit. Die Zahlen des Inpe geben so einen Hinweis darauf, wie sich die offizielle Entwaldungsrate bezogen auf ein Jahr (August bis Juli) entwickeln könnte. Bereits in den Vormonaten hatte die Abholzung nach vorläufigen Inpe-Zahlen auf Rekordniveau gelegen. Der Höchstwert im April beunruhigt Umweltschützer besonders, weil dieser Monat eigentlich noch zur Regenzeit im Amazonasgebiet gehört.

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