EU-Gipfel
Dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj reichen die europäischen Sicherheitsgarantien nicht
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war nach seinem Treffen am Vortag mit dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Donnerstag Gast beim EU-Gipfel, wo der Krieg in der Ukraine im Mittelpunkt stand.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde vom neuen EU-Ratspräsidenten Antonio Costa in Brüssel empfangen Foto: John Thys/AFP
Der Krieg in der Ukraine ist für die EU-Staats- und Regierungschefs ein zunehmend drängendes Problem. Denn der 20. Januar, der Tag, an dem in den USA Donald Trump die Präsidentschaft übernimmt, rückt immer näher. Und noch immer ist nicht ersichtlich, wie Europa die US-Hilfe an die Ukraine ersetzen will, sollte Trump seine während des US-Wahlkampfs gemachten Drohungen umsetzen und keine Waffen mehr an Kiew liefern. Dessen ist sich ebenfalls der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bewusst und hat das auch bei seinem Besuch am Donnerstag in Brüssel deutlich gemacht. Zwar hat der neue EU-Ratspräsident Antonio Costa beim Eintreffen im Ratsgebäude das mittlerweile zum Standardrepertoire gehörende Bekenntnis wiederholt, dass die Ukraine auf die „volle und unerschütterliche Unterstützung“ der EU-Staaten zählen könne, und dies „so lange wie nötig“. Doch das dürfte nicht ausreichen.