Nordmazedonien plant Legalisierung
„Das ist das Ziel!“: Mit Cannabis aus der Corona-Krise
Zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise orientiert sich Nordmazedonien am fernen Amsterdam und an den Plänen Luxemburgs: Als erster Balkanstaat will der EU-Anwärter den Konsum von Marihuana völlig legalisieren.
„Teil eines Wirtschaftspakets, auf das wir große Hoffnung setzen“: Nordmazedoniens Premier Zoran Zaev sieht nur Vorteile in einer Legalisierung Foto: AP/Richard Vogel
Das vermeintliche Drogen-Schreckbild in den fernen Niederlanden ist für Nordmazedoniens Premier Zoran Zaev Beispiel und Vorbild. Gefragt, ob aus Skopje mit der Legalisierung des Marihuana-Konsums ein zweites Amsterdam werden solle, nahm der 46-jährige Sozialdemokrat kürzlich gegenüber dem mazedonischen Dienst der Deutschen Welle kein Hanfblatt vor den Mund: „Warum nicht? Das ist das Ziel.“ Besonders am Ohrid-See und in der Hauptstadt könne der kontrollierte Verkauf und Konsum von Cannabis „der Gastronomie und dem Tourismus helfen“: „Dies ist Teil eines Wirtschaftspakets, auf das wir große Hoffnung setzen.“