Militär

Das fliegende Tankparadies: Unterwegs mit dem „Multi-Role Tanker Transport“

Neben dem Betrieb des eigenen A400M-Transporters, der in einer Flotte mit sieben belgischen Maschinen formiert ist, engagiert sich das Großherzogtum auch in einem Verbund von Transport- und Tankflugzeugen vom Typ A330. Die in den Niederlanden stationierte Einheit hat im März offiziell „Anfangsbereitschaft“ erlangt. Um einen Einblick zu geben, was (nicht nur) mit diesem Flugzeugtyp möglich ist, hat das Verteidigungsministerium zur Pressereise geladen. Dabei wurde gezeigt, wie das Auftanken in der Luft funktioniert – und wie NATO-Mitglieder gemeinsam den Luftraum über der Ostsee überwachen.

Ein Abfangjäger fliegt neben dem A330 – dessen ausgerollte Tankschläuche in der kalten Luft baumeln

Ein Abfangjäger fliegt neben dem A330 – dessen ausgerollte Tankschläuche in der kalten Luft baumeln Foto: NATO

In der Versorgung mit Kraftstoff besitzt Luxemburg eine besondere Expertise, vor allem für viele Grenzgänger. Dass sich das Land in den vergangenen Jahren im Aufbau einer Flugtankerflotte eingebracht hat, begründet sich aber natürlich nicht in der Befähigung des Großherzogtums, besonders günstigen Zugang bieten zu können – sondern darin, dass es in Europa in Sachen Luftbetankung eine eklatante Versorgungslücke gibt. So „wurden diese Mängel bei den alliierten Luftoperationen im Kosovo, in Libyen und Mali festgestellt, wobei einige EU-Mitgliedstaaten […] auf US-Flugzeugbetankung zurückgreifen und sich darauf verlassen mussten“, resümierte man beispielsweise 2021 beim „Joint Air Power Competence Centre“.

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