Erst Abtreibungsverbot und dann?

Das Land der Freiheit hat gesellschaftspolitisch den Rückwärtsgang eingelegt

Viele Menschen sind mit dem Glauben aufgewachsen, dass man hart erkämpfte Freiheiten nicht einfach wieder verlieren kann. Dass das nicht so sein muss, zeigt sich aktuell in den USA. Das Land der Freiheit hat gesellschaftspolitisch den Rückwärtsgang eingelegt.

Wie hier in Colorado gingen quer durch die USA Menschen gegen das Urteil auf die Straßen 

Wie hier in Colorado gingen quer durch die USA Menschen gegen das Urteil auf die Straßen  Foto: AFP/Jason Connolly

Geschrei. „Wir wollen keinen Gottesstaat“, brüllt ein Mann vor dem Supreme Court – dem Obersten Gericht der USA. Ein anderer mit einem Schild, auf dem „Jesus rettet“ steht, brüllt zurück. Die Stimmung ist aufgeheizt. Zuvor hat der Supreme Court das Recht auf Abtreibung gekippt. Im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, das wie kaum ein anderes für Freiheit steht, sind Abtreibungen nun in etlichen Bundesstaaten verboten. Eine Zäsur. Einer der Richter des Supreme Court rief offen dazu auf, nun auch die Rechte auf sexuelle Freiheit oder Verhütung zu überdenken. Im Jahr 2022. Was völlig absurd klingt, ist für viele eine reale Angst. Das liegt am Supreme Court. Und einer republikanischen Partei, die weit nach rechts gerückt ist.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Erster Besuch seit Gefangennahme Maduros

Kolumbiens Präsident Petro reist nach Venezuela

Heftige Gefechte

Dschihadisten und Tuareg-Rebellen in Mali greifen landesweit Armee an

;