Illegales Datencenter
„Cyberbunker“-Prozess in Trier: Datenfund in Schengener Büro
Aus einem Bunker im Moselstädtchen Traben-Trarbach haben Cyberkriminelle ein riesiges illegales Datencenter betrieben. Ende September wurden die Verantwortlichen festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch Daten in Luxemburg sichergestellt. Der Richter fordert Informationen über das, was im Großherzogtum entdeckt wurde.
Polizisten sichern das Gelände des ehemaligen Bundeswehr-Bunkers in Traben-Trarbach. Dort wurde ein Rechenzentrum für illegale Geschäfte im Darknet ausgehoben. Foto: dpa/Thomas Frey
Es handelt sich um einen der bundesweit größten Prozesse gegen Cybercrime. Acht Tatverdächtige sollen über Jahre in einem alten Bunker in Traben-Trarbach ein illegales Rechenzentrum für kriminelle Geschäfte im Darknet betrieben haben. Die Anklage wirft der mutmaßlichen Bande Beihilfe zu mehr als 249.000 Straftaten vor: Vor allem millionenschwere Drogendeals, aber auch Cyberangriffe und Falschgeldgeschäfte sollen über Server im Cyberbunker gelaufen sein.