Großbritannien
Commonwealth-Gipfel bringt London wegen riesiger Reparationssummen unter Druck
Lassen sich die Sünden der lange zurückliegenden Vergangenheit mit Geldzahlungen sühnen? Über die Frage streitet das frühere Mutterland Großbritannien auf dem Commonwealth-Gipfel in Samoa mit einer Vielzahl seiner Ex-Kolonien.
Das Commonwealth verliert bei seinen nicht-britischen Mitgliedern zunehmend an Attraktivität – sehr zum Bedauern Londons Foto: Fiona Goodall/Pool/AFP
„Wir sollten nach vorn schauen“, findet der britische Labour-Premier Keir Starmer und wehrt jedes Gespräch über die geforderten Milliarden-Zahlungen an die Nachfahren von Sklaven ab. Die Position werde sich schon noch ändern, gibt sich hingegen der Außenminister der Bahamas überzeugt: „Es mag eine Zeit lang dauern, aber irgendwann wird die britische Regierung ihre Meinung ändern müssen“, teilte Frederick Mitchell der BBC mit.