Papua-Neuguinea/Australien
Chinesische Infrastrukturvorhaben in der Torres-Straße sorgen für Unmut
Auf einer winzigen Insel Papua-Neuguineas sowie im Südwesten des Landes soll unter anderem eine Stadt entstehen – finanziert von China. Das Projekt ist gerade mal 200 Kilometer vom australischen Festland entfernt. Mitten im Handelskonflikt der beiden Staaten wirkt der neue Schritt wie eine Drohung.
Bedrohtes Idyll? Inseln in der Torres-Straße Foto: Wikimedia
Lange Zeit waren Australien und China Freunde. Seinen Wohlstand verdankt der fünfte Kontinent der Volksrepublik, die bis heute größter Handelspartner ist. Doch die Freundschaft hat einen Riss bekommen, seitdem Australien die Gängeleien des immer mächtiger werdenden Chinas nicht mehr hinnehmen will. So hat Australien – anders als die Europäische Union – in der jüngeren Vergangenheit nicht mit Kritik an Chinas Menschenrechtsverletzungen in der Provinz Xinjiang oder in Hongkong zurückgehalten. Es hat den chinesischen Telekommunikationsanbieter Huawei vom Aufbau des australischen 5G-Netzwerks ausgeschlossen und forsch eine unabhängige Untersuchung des Pandemie-Ursprungs gefordert. Seit Monaten übt China deswegen an Australien Rache, mit offenen Beleidigungen, der Schikane australischer Journalisten sowie mit Handelsbarrieren und -stopps.