EU-Gipfel
China und Gaspreisdeckel: Ärger über deutsche Alleingänge in Krisenzeiten
Im Rat der Staats- und Regierungschefs baute sich beim Thema Gaspreisbremse eine nur mühsam aufgelöste Frontstellung gegen Deutschland auf. Und am zweiten Tag kommt beim Thema China gleich der nächste Verdacht.
Bitte lächeln: Macron und Scholz beim bilateralen Treffen vor dem Gipfel, die deutsch-französische Freundschaft hat schon bessere Tage gesehen Foto: AFP/Olivier Hoslet
Der zweite Tag des EU-Gipfels hat gerade begonnen, als auch schon führende Teilnehmer der einzelnen Delegationen in großer Zahl zur Verfügung stehen. Sie sind vom eigentlichen Gipfelgeschehen abgeschnitten, bleiben nicht einmal durch SMS über die Abläufe im Bild. Grund: Die Staats- und Regierungschefs haben verfügt, dass alle ihre Handys abgeben. Niemand soll auch nur ahnen, um welche Verständigung sie an diesem Freitag in Brüssel im Geheimformat ringen. Man habe eine „strategische Diskussion über die Beziehungen zu China“ geführt, lautet am Nachmittag der eine dürre Satz in der Abschlusserklärung über die Beratungen, die große Teile des zweiten Gipfeltags bestimmen.