Tauschgeschäfte

Chats gegen den Mangel: Kubaner organisieren Einkäufe im Internet

Käse, Waschmittel, Windeln - die Suche nach einfachsten Produkten wird in Kuba schnell zur Schnitzeljagd. Jetzt schlagen die Menschen der Planwirtschaft mit WhatsApp und Telegram ein Schnippchen: In Chats geben sie Hinweise zu Angeboten und bieten Tauschgeschäfte an.

Eine Frau schaut sich auf einem iPhone die Einstellungen des Chats «Donde hay?« (Wo gibt’s?) an. In der Corona-Krise hat sich in Kuba die chronische Mangelwirtschaft noch einmal verschärft. In den Geschäften fehlt es an Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. 

Eine Frau schaut sich auf einem iPhone die Einstellungen des Chats «Donde hay?« (Wo gibt’s?) an. In der Corona-Krise hat sich in Kuba die chronische Mangelwirtschaft noch einmal verschärft. In den Geschäften fehlt es an Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.  Foto: Guillermo Nova/dpa

«Weiß jemand, wo es Joghurt gibt?», fragt eine Frau in der Chatgruppe. Niemand kann weiterhelfen, aber jemand hat Zement und Fliesen in einem Geschäft in Havanna entdeckt. «Beeilt euch. Die Schlange ist schon lang», rät er. «Wer will Toilettenpapier gegen Shampoo tauschen?», fragt eine weitere Person.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Iran-Krieg

Trump sieht Einigung in Sicht – und droht wieder

Deutschland

Millionen Babyboomern droht im Alter Wohnarmut

;