Deutschland
CSU ist sich uneins im Umgang mit Annalena Baerbock
CSU-Innenminister Seehofer findet die Kritik an der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock überzogen. Dabei gehörte ausgerechnet sein Parteikollege, CSU-Generalsekretär Blume, zu den schärfsten Kritikern. In der CSU erwartet man nach wie vor Antworten von Baerbock. Diese gibt sich inzwischen selbstkritisch.
Die Spitzenkandidatin der Grünen in Deutschland, Annalena Baerbock, ist unter anderem wegen Plagiatsvorwürfen unter Druck geraten Foto: AFP/Tobias Schwarz
Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) hält die Kritik an der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock für überzogen, die sein Parteikollege, CSU-Generalsekretär Markus Blume, zuletzt angeheizt hatte. Nach den jüngsten Äußerungen aus den Reihen der CSU bleibt der Eindruck, dass sich die Christsozialen nicht einig sind im Umgang mit den Grünen, dem erklärten Hauptgegner in diesem Wahlkampf. „Klar geht es hier nicht um eine Doktorarbeit, aber gerade in der Politik geht es um Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Das sollten wir immer im Auge behalten“, sagte der stellvertretende CSU-Generalsekretär Florian Hahn mit Blick auf die Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock wegen ihres Buches „Jetzt: Wie wir unser Land erneuern“. Laut dem EVP-Fraktionschef im EU-Parlament und CSU-Präsidiumsmitglied Manfred Weber gebe es bei der Bundestagswahl „große Weichenstellungen für unser Land“. Weber betonte: „Die Kandidaten müssen überzeugen. Annalena Baerbock hat dabei einige Fragen aufgeworfen, die sie beantworten muss.“