Scholz-Nominierung

CDU/CSU wollen sich von der SPD nicht treiben lassen

In der Union wirkte man am Montag zunächst wie auf dem falschen Fuß erwischt. Nicht wegen der Entscheidung der SPD, Finanzminister Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten zu nominieren. Davon war man intern längst ausgegangen. Aber der Zeitpunkt überraschte CDU und CSU dann doch.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder scheint über die frühe Nominierung des SPD-Kanzlerkandidaten nicht so glücklich zu sein, damit wächst der Druck auf ihn, eine Entscheidung zu treffen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder scheint über die frühe Nominierung des SPD-Kanzlerkandidaten nicht so glücklich zu sein, damit wächst der Druck auf ihn, eine Entscheidung zu treffen Foto: dpa/Nicolas Armer

Nun ist die Sorge groß, dass die Zusammenarbeit in der schwarz-roten Koalition leiden könnte. Treiben lassen wollen sich die Unionsparteien aber nicht von ihrem Bündnispartner. Aus München schoss CSU-Chef Markus Söder einige Giftpfeile in Richtung Berliner Genossen. Die Situation der Bundesregierung verbessere sich nicht, befand Söder. Für die SPD beginne der Wahlkampf augenscheinlich jetzt schon. Er halte das für „verheerend für die weitere Zusammenarbeit zum Thema Corona-Bekämpfung“, ergänzte der bayerische Ministerpräsident.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Verstorbener Sexualstraftäter

Gericht veröffentlicht Epsteins angeblichen Abschiedsbrief

Iran-Krieg

Trump sieht Einigung in Sicht – und droht wieder

;