Deutsche Ministerpräsidenten
CDU-Regierungschefs stärken Merz – doch ihre Erklärung hat es in sich
Die CDU-Ministerpräsidenten wollen offenbar keinen Kanzlersturz. Ihre gemeinsame Erklärung zu Friedrich Merz und der Lage klingt zugleich wie eine letzte Warnung. Sicher sein kann sich der Kanzler auch aus anderen Gründen nicht.
Bundeskanzler Friedrich Merz darf seinen Posten vorerst behalten Foto: AFP
Um die Unionsministerpräsidenten war es in den vergangenen Tagen der großen Kanzlerkrise auffallend still. So still, dass im politischen Berlin bereits spekuliert wurde, sie könnten nach dem Debakel von Sachsen-Anhalt den Kanzlersturz vorbereiten – möglicherweise nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am kommenden Sonntag bei einer von Friedrich Merz einberufenen Krisensitzung des Präsidiums.
Doch nun das: Am Mittwochmorgen veröffentlichten die CDU-Ministerpräsidenten eine gemeinsame Erklärung, die unserer Redaktion vorliegt. Darin schreiben Daniel Günther (Schleswig-Holstein), Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen), Boris Rhein (Hessen), Kai Wegner (Berlin), Gordon Schnieder (Rheinland-Pfalz), Mario Voigt (Thüringen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Michael Kretschmer (Sachsen) am Ende: „Als Ministerpräsidenten wollen und werden wir gemeinsam mit dem Bundeskanzler unseren Beitrag dazu leisten.“