Deutschland
Bundestagswahl wird mehr als 100 Millionen Euro teuer
Corona bleibt nicht ohne Folgen für die Wahl des Bundestages am 26. September in Deutschland. Nach Informationen des Tageblatt wird der Urnengang so teuer wie nie werden, erstmals knackt er sogar die 100-Millionen-Euro-Marke. Grund ist unter anderem, dass Bund und Länder aufgrund der Pandemie mit deutlich mehr Briefwählern rechnen als bei früheren Bundestagswahlen.
Demokratie kostet, sie ist es auch wert Foto: Tobias Schwarz/AFP
Anfang Februar hatte Bundeswahlleiter Georg Thiel betont, er erwarte eine Rekordteilnahme bei der Briefwahl – vor vier Jahren lag der Anteil bundesweit schon bei 28,6 Prozent. Auch das Bundesinnenministerium geht von einer Zunahme aus, denn es sei nicht auszuschließen, so ein Sprecher gegenüber dem Tageblatt, „dass die Wahl noch unter Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie stattfinden wird“. Viele Bürger könnten dann lieber auf den Gang ins Wahllokal verzichten wollen. Mit Spannung schauen die Verantwortlichen jetzt auf die anstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg am 14. März, ob sich dort der erwartete Trend bereits bestätigt.