Abgrenzung gegen rechts
Bundes-CDU bemüht sich nach Thüringen-Debakel um Geschlossenheit
Die Spitze der Bundes-CDU hat sich nach dem Thüringen-Debakel um Geschlossenheit bemüht. Das Parteipräsidium folgte am Freitag der von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgegebenen Linie und fällte einstimmig einen Beschluss zum weiteren Vorgehen. Parteivize Armin Laschet hatte zuvor vor einem „innerparteilichen Machtkampf“ gewarnt. Kramp-Karrenbauer hatte sich in der Nacht zu Freitag mit ihrer Forderung nach Neuwahlen in Thüringen in der dortigen CDU-Landtagsfraktion nicht durchsetzen können.
Die Vorsitzende der CDU Annegret Kramp-Karrenbauer nach der Krisensitzung ihrer Partei im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Foto: AFP/Adam Berry
In dem Präsidiumsbeschluss vom Freitag bekräftigt die CDU-Spitze ihre Absage an die AfD. „Weder in direkter noch in indirekter Form“ sei eine Zusammenarbeit denkbar, sagte Kramp-Karrenbauer. Zugleich betonte sie, dass es von der CDU auch keine Stimmen für einen Kandidaten der Linkspartei gebe. Die Parteivorsitzende rief SPD und Grüne in Thüringen auf, einen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt zu benennen. Die CDU sei zur „konstruktiven Mitarbeit“ in Thüringen bereit.