Österreich

Buhlen um die Wiener Türken

In Wien brechen Brandmauern: Bei der FPÖ jene gegen Islamisten, bei der SPÖ die gegen Rechtsextremisten. Es geht um die türkischen Stimmen bei den Ende April anstehenden Landtags- und Gemeinderatswahlen.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (M., SPÖ) muss um die knappe Mehrheit bangen – seine Partei geht deswegen auf Stimmenfang bei den Neu-Wienern

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (M., SPÖ) muss um die knappe Mehrheit bangen – seine Partei geht deswegen auf Stimmenfang bei den Neu-Wienern Foto: Roland Schlager/APA/dpa

Niemand hängt das Werben um die in Wien lebenden Türken an die große Glocke. Kürzlich war ein Vertreter des Nachrichtenmagazins „profil“ bei einer FPÖ-Pressekonferenz unerwünscht. Nur türkische Medien waren eingeladen. Die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig unterschlägt in ihren ansonsten akribischen Aktivitätsprotokollen auf Facebook, Instagram und Co. Wahlkampfaktionen bei türkischen Vereinen. Mit gutem Grund: Die FPÖ betritt mit ihrem Werben um türkische Stimmen überhaupt Neuland, während die dort schon längst rührigen Sozialdemokraten eine von manchen Genossen wohl als problematisch empfundene Öffnung nach rechts vollziehen.

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