Energie

Belgien verschiebt Atomausstieg wegen Ukraine-Kriegs um zehn Jahre

Belgien verschiebt wegen des drastischen Anstiegs der Energiepreise im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg erneut seinen Ausstieg aus der Atomenergie. Zwei der sieben Atomreaktoren des Landes sollen zehn Jahre über das derzeit geplante Ausstiegsdatum 2025 hinaus betrieben werden, wie die Regierung in Brüssel am Freitagabend beschloss. Der Akw-Betreiber Engie äußerte Vorbehalte gegen den kurzfristigen Kurswechsel.

Das Atomkraftwerk Tihange. Belgien will den Atomausstieg um zehn Jahre verschieben. 

Das Atomkraftwerk Tihange. Belgien will den Atomausstieg um zehn Jahre verschieben.  Foto: dpa/Oliver Berg

Belgien betreibt zwei Atomkraftwerke mit insgesamt sieben Reaktoren. Die Laufzeitverlängerung betrifft die Reaktorblöcke Doel 4 bei Antwerpen und Tihange 3 bei Lüttich. „Diese Verlängerung wird die Unabhängigkeit unseres Landes von fossilen Brennstoffen in einem turbulenten geopolitischen Umfeld stärken“, erklärte Ministerpräsident Alexander De Croo nach einer mehrstündigen Kabinettssitzung.

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