Japan
„Beispielloses Maß an Regen“: Zahl der Todesopfer durch Unwetter steigt weiter an
Nach tagelangen heftigen Regenfällen in Japan ist die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen und Erdrutsche weiter gestiegen. Mindestens 55 Menschen seien gestorben, sagte ein Behördenvertreter der am stärksten betroffenen Präfektur Kumamoto gestern.
Erschwert wird der Umgang mit der Katastrophe auch durch die Corona-Pandemie Foto: AFP/Charly Triballeau
Die Regenfälle hatten am Samstag auf der südjapanischen Insel Kyushu eingesetzt. Sie ließen dort in weiten Teilen Flüsse über die Ufer treten und verursachten Erdrutsche. In der Region begannen gestern die Aufräumarbeiten. Der 67-jährige Keisuke Masuda aus der Stadt Hitoyoshi sagte der Nachrichtenagentur Jiji, er habe mit Schrecken mit ansehen müssen, wie sein Nachbar in den Fluten verschwand: „Er wurde direkt vor meinen Augen fortgerissen.“ Der Mann habe seiner Frau zum Abschied gewinkt.