Serbien im Ukraine-Konflikt

Beim Lavieren zwischen Ost und West tut sich Belgrad zunehmend schwer

Erst mit tagelanger Verspätung hat Serbien die russische Invasion in der Ukraine am Wochenende verurteilt – und Sanktionen gegen Russland erneut abgelehnt: Im eskalierenden Ukraine-Krieg fällt dem EU-Anwärter das vertraute Lavieren zwischen Ost und West zunehmend schwer.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic ist seit Jahren im Spagat geübt

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic ist seit Jahren im Spagat geübt Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa

Am liebsten hätte sich Serbiens allgewaltiger Staatschef Aleksandar Vucic wohl bis zum Kriegsende über das Blutvergießen in der Ukraine ausgeschwiegen. Tagelang hatte der selbsterklärte Putin-Freund nur über den „großen Druck“ geklagt, dem sein Land ausgesetzt sei. Erst am Freitagabend verkündete der Chef der nationalpopulistischen SNS die offizielle Belgrader Position: Serbien gebe „der territorialen Integrität der Ukraine die volle Unterstützung“ und werde „keinerlei Sanktion gegen Russland“ verhängen.

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